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Liebe Mitchristen,
mit erwachendem Bewusstsein für den Umgang mit Energie und den damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Umwelt macht sich immer häufiger ein Gefühl der Machtlosigkeit breit. Die große Masse der Bevölkerung steht den aktuellen Problemen ratlos gegenüber. Die meisten Leute haben zumindest von der einen oder anderen Problematik gehört. Allerdings sind fast alle Informationen unvollständig, beeinflusst und oft sogar falsch.
Dem betriebswirtschaftlichen Interesse der großen Energiekonzerne steht das volkswirtschaftliche Interesse der Bürger gegenüber. Heute sind wir uns über den Zusammenhang zwischen CO2-Anstieg und Klimaerwärmung bewusst. Deshalb kann es nicht im Sinne der Bevölkerung sein, dass an fossilen Energien festgehalten wird. Der Einsatz fossiler Brennstoffe führt zu einem CO2-Anstieg in der Atmosphäre. Dieser wiederum verstärkt nachweislich die Klimaerwärmung. Mit dem Schmelzen der Polkappen beschleunigt sich dieser Prozess. Schon heute sind die Polkappen 40 % dünner als noch vor 40 Jahren. Klimawandel ist kein Zukunftsthema mehr, er findet bereits statt. Auf unserem Planeten hängt alles miteinander zusammen. Die Zunahme von Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Dürreperioden oder Überschwemmungen, steht in Verbindung mit der Klimaerwärmung. Es ist schwer zu sagen ob, und wenn ja, ab welchem Zeitpunkt diese negative Entwicklung, die jeden einzelnen von uns betrifft, noch aufzuhalten ist.
Die Überzeugung der meisten Wissenschaftler ist, dass der Mensch hauptverantwortlich für den CO2-Anstieg in unserer Atmosphäre ist und es unverantwortlich wäre, nicht unmittelbar zu handeln.
Genau hier greift die persönliche Aufforderung an uns alle. Es ist zu spät für Pessimismus. Jeder kann mehr tun, als man denkt, und seinen kleinen Beitrag leisten. Der einfachste und wichtigste Punkt ist der des bewussten Umgangs mit den Energien im persönlichen Alltag. Mit einfachen Maßnahmen kann jeder Einzelne große Mengen an CO2 einsparen. Mit Maßnahmen wie dem Ersetzen von Glühbirnen durch LEDs oder Energiesparlampen, dem Trocknen der Wäsche an der Luft statt in einem Wäschetrockner oder dem kompletten Ausschalten von Elektrogeräten an Stelle des Standby-Betriebs. Mit solchen Aktivitäten, die keine große Einschränkung im Leben nach sich ziehen, lässt sich viel Energie und auch Geld sparen. Vor allem aber wird das Bewusstsein gestärkt und ein Gefühl für nachhaltige Möglichkeiten entwickelt.
Ein Beispiel: Ein einziger Computer mit einem Flachbildschirm verbraucht im Standby-Modus in der Stunde ca. 3 Watt an Leistung. Mit einer Steckdosenleiste samt Schalter kann man diesen Standby-Modus problemlos vom Stromnetz trennen.
Würde über ein Jahr in unserer Pfarreiengemeinschaft ein Computer pro 5 Bürger, zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr vom Stromnetz getrennt, könnte allein durch diese Maßnahme der gesamte Jahresstrombedarf von sieben 4-Personenhaushalten kompensiert werden.
Um durch einfache Maßnahmen große Mengen an klimaschädlichem CO2 einzusparen, rufen wir, in Anlehnung an ein äquivalentes Projekt in Münster "Münster packt's" und als Erweiterung der erfolgreichen Abwandlung "Bad Bodendorf packt's an!" das Projekt "Miteinander anpacken!" ins Leben.
Die Grundidee: Möglichst viele Bürger verpflichten sich in einer Selbsterklärung durch einfache Maßnahmen in ihrem persönlichen Alltag dazu beizutragen, das Klima zu schützen. Gleichzeitig bemühen sie sich darum, eine weitere Person aus ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis für dieses Projekt zu gewinnen. Die Idee greift um sich und führt zum "Schneeball-Effekt". Miteinander können wir dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten, um unsere Umwelt weiterhin lebenswert zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen,
Brigitte Karpstein und Andreas Nelles
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